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Datum
24.06.2019

Auslandsüberweisungen: Mehr Transparenz, weniger Gebühren

Bei Überweisungen außerhalb der Euro-Zone fordern Geldinstitute sehr unterschiedliche und bisweilen hohe Gebühren. Das will die EU-Kommission künftig ändern. Wer im Ausland Geld abhebt oder mit Karte zahlt, sollte das immer in der Landeswährung tun.

Auslandsüberweisungen: Mehr Transparenz, weniger Gebühren
(Milkos/GettyImages)

Das Ferienhaus in Schweden bezahlen oder eine Internet-Bestellung aus den USA: Wer bislang Geld in ein Land außerhalb der Euro-Zone überweist, muss häufig mit saftigen Aufschlägen auf den Wechselkurs sowie Gebühren rechnen. Einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Consumer zufolge mussten deutsche Verbraucher beispielsweise für eine Überweisung von 1.000 Euro in Dollar im Schnitt 23 Euro bezahlen. Weiteres Manko: Häufig ist vor der Überweisung nicht klar, wie viel die Transaktion kosten wird.

Mehr Transparenz und einheitliche Kosten

Das soll sich künftig ändern. Die EU-Kommission will neue Regeln einführen, wonach für Euro-Überweisungen in der gesamten Europäischen Union einheitliche Kosten gelten – unabhängig davon, ob auch im Empfängerland bereits der Euro eingeführt worden ist oder nicht.

Ziel der EU-Kommission ist zudem mehr Transparenz: Künftig sollen Verbraucher umfassend über die Kosten einer Überweisung oder Zahlung informiert werden, bevor sie diese tätigen. Und zwar unabhängig davon, ob sie eine Bankkarte im Ausland einsetzen, Bargeld an einem Geldautomaten abheben oder online zahlen.

Vorsicht vor „Eurotaste“

Nicht nur bei Auslandsüberweisungen, sondern auch beim Geldabheben außerhalb der Euro-Zone kann es für Geschäftsleute und Urlauber teuer werden. Wer sich in Kroatien, der Türkei oder auch Russland am Geldautomaten mit Bargeld eindecken will, hat in der Regel die Möglichkeit, den Auszahlungsbetrag sowohl in der Landeswährung als auch in Euro zu wählen. Diese auf den ersten Blick bequeme Sofortumrechnung kann teuer werden. Denn der Wechselkurs fällt meist deutlich schlechter aus, wenn der Geldautomatennutzer die Eurotaste wählt. Hinzu kommen häufig noch Gebühren für den Service, die die Fremdbank pro Vorgang kassiert. Die gleiche Kostenfalle lauert oftmals auch beim Bezahlen in Hotels, beim Shoppen oder Tanken weltweit.

Tipp: Immer den Betrag in der Landeswährung wählen. Die Heimatbank rechnet zu besseren Konditionen in Euro um als die Fremdbank im Ausland. Am besten vorab über den aktuellen Wechselkurs informieren – und sich eine Währungsrechner-App runterladen.

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